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Vom 24. bis 27. Juli 2006 hielten sich die Schüler der Klassen 5b und 5d mit den sie begleitenden Lehrkräften, Frau Charbonnel und Frau Stöhla, Herrn Herrmann und Herrn Bartmann, im Schullandheim „Am Schwartenberg“ in Neuhausen/Sachsen auf.
Das Reizvolle an der sonst eher schlichten (aber sauberen) Unterkunft waren bei den sommerlich heißen Temperaturen v.a. die Außenanlagen, die hinreichend für diverse sportliche Aktivitäten (Fußball, Indiaca, etc. ) genutzt wurden. Bei den täglichen Wanderungen standen attraktive Ziele auf dem Programm.
Am Montag wurde das Nussknackermuseum und das kleine Glasbläsermuseum in Neuhausen besucht, mit der Gelegenheit selbst seine Puste mit einem professionellen Blasrohr unter Beweis zu stellen. Im Schullandheim gab es außerdem einen kleinen Kursus im Glasritzen,inklusive eines kleinen Souvenirs zum Mitnehmen.
Am Dienstag wurde das Freilichtmuseum in Seiffen (bekannt als „die“ Spielzeugstadt des Erzgebirges) besucht mit einzelnen rekonstruierten Häusern von diversen Berufen, wobei besonders das Haus des Reifendrehers erwähnenswert ist wegen der überraschenden Ergebnisse der entsprechenden Vorführung, „gedreht“ werden nämlich keine „Reifen“, sondern Tierfiguren. In der mit Touristen voll besetzten Barockkirche ergab es sich, dass die Kinder nach den Erläuterungen des Kantors bzw. Reiseführers zu einer kleinen Choreinlage motiviert wurden. Anschließend wurde vom Kochteam des Schullandheims das Essen in einem Freilufttheater serviert. Besonderen Anklang fand an diesem Tag die Tatsache, dass man nicht nur wandern, sprich zu Fuß laufen musste, sondern man am Morgen von der Bimmelbahn abgeholt wurde und am Nachmittag mit der Sommerrodelbahn ins Tal rodeln durfte.
Am Mittwoch wurde nach einer kurzen Busfahrt ein holzverarbeitender Betrieb besucht, in der besonders die große Säge beeindruckte, die riesengroße Baum-
stämme binnen kürzester Zeit in saubere Bretter zersägte. Auch die Berieselungsanlage zur Vermeidung des Austrocknens der Stämme stieß bei den heißen Temperaturen auf ein besonderes Interesse. Nachdem das Mittagessen wiederum vom Koch in den Wald geliefert worden war, hätten wohl viele gerne ein kleines Mittagsschläfchen auf der Wiese gemacht, trotzdem wurde der Förster nach seinem Vortrag mit Fragen buchstäblich gelöchert, sodass dann die anschließend geplante Wanderung aus Zeitgründen etwas gekürzt werden musste. Alle hoffen, dass sich Justus (der Hund) nach wie vor bester Gesundheit erfreut und auch keine Schüler von ihm gebissen wurden. Nach einem Grillabend wurde in der hauseigenen Turnhalle eine Disco veranstaltet, die zunächst auf verhaltene Begeisterung stieß, schließlich aber nach Aussage vieler Schülerinnen dann doch einen der Höhepunkte darstellte. Vor dem an diesem letzten Tag etwas verlängerten Zeitpunkt für die Bettruhe fand noch eine Siegerehrung statt. Prämiert wurde nach dem Motto „Schöner wohnen“ nicht nur das ordentlichste Zimmer, wobei der erste Platz unter Einsatz sämtlicher Mittel ( Blumen-sträuße und Erfrischungsgetränke für die weiblichen Lehrkräfte) von einem Jungen-Zimmer erobert wurde! Kleine Preise gab es auch für die Gewinner in dem Baby-Photo-Quiz und dem Mathe-Quiz. Während des Aufenthalts war nämlich sogar Unterricht gehalten worden! Den Siegern im Bereich „Esskultur“ wurde abschließend von eigens engagierten Kellnern ein „ausge-
wähltes“ Abendessen serviert: von Schokolade mit Gummibärchen als Entree bis hin zu saueren Gurken und Möhrchen als Hauptgericht. Die Sieger schafften es mit Bravour (ohne Verletzungen) alles mit Messer und Gabel zu zerlegen und schließlich noch die Reste an interessierte „Mitesser“ zu verfüttern.
Am Donnerstag konnte nach dem Frühstück (ohne Spione) die Heimreise pünktlich angetreten werden, weil alle Zimmer perfekt auf (aus)geräumt waren und auch die Entscheidung, wer im Bus oben oder unten sitzen darf, nicht zu viel Zeit in Anspruch nahm. Auf der Rückfahrt waren nach dem Besuch eines Bergwerks in Pobersau auch schlagartig wieder alle froh , ans Tageslicht und an die Sonne kommen zu dürfen. „Planmäßig“ wurden dann auch sämtliche Schüler/innen gegen 13.30 Uhr von ihren Eltern am Theater-parkplatz in die Arme genommen.
Karin Charbonnel