| Aktuelles | Schulleitung | Verwaltung |
| Kollegium | Bildungsangebot | Förderverein |
| Schulentwicklung | Schulleben | Schulgebäude |
Hof – Ränge und Parkett im großen Haus der Freiheitshalle sind fast komplett gefüllt am Donnerstagabend. Schüler wuseln hin und her, Eltern werden noch schnell begrüßt – und um kurz vor sieben beginnt der erste logistische Großauftritt einer Massenveranstaltung: Vom Block ganz links werden die Chöre der fünften und sechsten Klassen auf die Bühne geführt und platzieren sich auf den Podeststufen im Hintergrund, während wohlgeordnet die Mitglieder der Bläserklasse 5b die Sitzplätze im vorderen Teil der Bühne einnehmen; schon sind die Ränge nicht mehr so gut ausgelastet, denn ein großer Teil der Mitwirkenden an diesem Abend hat sich auf den Weg zur Bühne gemacht. Das Sommerkonzert des Schiller-Gymnasiums wartet einmal mehr mit vielen Aktiven auf und hinter der Bühne auf. 400 Mitwirkende gestalten das Sommerkonzert – und Oberstudiendirektor Rainer Schmidt ist sehr stolz „auf eines der größten Schulkonzerte der Region“.
Elefanten-Disco und Rap-Huhn
Dass es sich hier nicht um „Masse statt Klasse“, sondern um „Masse mit Klasse“ handelt, beweisen die Schüler von Beginn an: Egal, ob die Bläserklassen der fünften und sechsten Jahrgangsstufe klatschend und trampelnd einen Elefanten in die Disco schicken, ob sie begleitet vom großen Percussion-Ensemble über „Dos Muchachos“ erzählen oder der Chor der fünften Klassen singend über das nervige „Rap-Huhn“ plaudert – schon die ganz Kleinen zeigen, dass die Darbietungen mit Mühe und Engagement von Lehrern des Gymnasiums und der Musikschule der Hofer Symphoniker einstudiert wurden und sich wirklich hören lassen können.
Als der Chor der sechsten Jahrgangsstufe „Can You Feel The Love Tonight“ anstimmt – einfühlsam arrangiert und begleitet von Violinen und Klavier – gibt es auf den Rängen kein Halten mehr: Feuerzeuge flackern auf, Leuchtstäbe glimmen, und die Stimmung erreicht ihren ersten Höhepunkt. Danach reißt das Jungendblasorchester die Zuschauer mit lateinamerikanischen Rhythmen auf sehr hohem Niveau richtig mit.
Virtuose Solisten
Doch nicht nur in Ensembles, sondern auch solistisch beweisen einzelne Schüler ihr großes musikalisches Können: Philipp Huber (K13) am Klavier, Emil Rosenberger (10a) am Vibraphon und Franziska Ulrich (K13) an der Violine beeindrucken mit Virtuosität und Einfühlungsvermögen.
60-Mann starker Kammerchor
Zwei weitere, viel umjubelte Höhepunkte des Konzertabends folgen: Bevor die Pianistin Januka Gunaratnam (K13), begleitet vom Symphonischen Blasorchester Hof, überaus einfühlsam den „Dreamsong“ zum besten gibt, überrascht Mihail Iacovescu (11b) als Solist an der Violine mit einer atemberaubenden Darbietung: Gemeinsam mit dem Schulorchester jagt er höchst virtuos und zugleich überaus leidenschaftlich durch Vittorio Montis „Czardas“. Die Massen auf den Rängen jubeln.
Nachdem der Kammerchor – dieser besteht im „Schiller“ auch aus fast 60 Schülern – mit der nicht ganz salonfähigen Originalversion von Mozarts Kanon „Bona nox“ für Furore gesorgt hat, beenden die ganz großen Formationen des Gymnasiums das Konzert: Fast alle 400 Schüler drängen zum Abschluss, unter der Gesamtleitung von Wolfgang Mehling, auf die Bühne. Und erneut wird deutlich, dass man hier den Schülern – zu Recht – etwas zutraut: Denn nun rockt die gesamte Mannschaft die Halle mit der Komposition des Abiturienten Maximilian Hocke „Ludwig Loved Rock 'n Roll“ – und vor und während der Zugaben-Forderung hält es natürlich niemanden mehr auf seinem Stuhl.
Christine Wild
erschienen am 28.06.2008 im HOFER ANZEIGER