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Musikalität in geballter Form

DAS SOMMERKONZERT DES SCHILLER-GYMNASIUMS HOF UNTER DER GESAMTLEITUNG VON WOLFGANG MEHLING BIETET KLANGVOLLE UND BEEINDRUCKENDE VIELFALT. IN DER VOLLEN MICHAELISKIRCHE TRETEN DIE SCHÜLER SOLISTISCH UND IN RIESIGEN ENSEMBLES AUF.

400 Mitwirkende nehmen beim Schiller-Sommerkonzert den Altarraum von St. Michaelis in Beschlag und begeistern ein großes Publikum.

Foto: Spörl

Hof - Friedrich Schiller, der Namenspatron der Schule, liegt und entspannt in der Hängematte: Ein Bild mit Hintergrund ziert das diesjährige Konzertprogramm und stimmt gleichzeitig auf die näherrückende Ferienzeit ein. Schulleiter Rainer Schmidt begrüßt, nach einem wunderbaren, musikalischen Auftakt durch die Bläserklassen 5a und 5b, die zahlreichen Besucher zum Sommerkonzert des Schiller-Gymnasiums. Nach "The Music Mill" von Jan de Haan schließen sich "Tiger ist krank" von Peter Schindler und "Pack die Badehose ein" von Gerhard Froboess an. Natürlich lautet bei letzterem Lied eine Textzeile: "Und dann nichts wie ab zum Untreusee".
Dabei zeigt der Chor der 5. Jahrgangsstufe gekonnt, was er schon alles drauf hat. Das instrumentale Stück "The Pink Panther" lässt die Erinnerung an Paulchen Panther aus den 70er-Jahren aufkommen. Fingerschnippend wird es rhythmisch eingeleitet, und mit Andreas Klein an der Tuba und Wolfgang Mehling am Klavier fügen sich die Klänge zweier Instrumente harmonisch ins Klanggefüge ein.

Do Wah Diddy Diddy

Weiter geht es mit dem Stück "Ballad of the tempest", in dem die schönen Stimmen des Chors der 6. und 7. Jahrgangsstufe den Kirchenraum füllen. Mit "Do Wah Diddy Diddy" hat schließlich die Bläserklasse 6b ihren Auftritt. Bei "Soir dans les montagnes" aus der Feder des Komponisten Eugène Bozza nehmen die Besucher die angenehme Abendstille sanft in sich auf. Dabei erzählt eine Flöte, gespielt von Annika Kaiser, ihre Geschichte, und hebt sich immer wieder frech von Pianoklängen ab, um eigene Wege zu gehen. Am Klavier begleitet Monika Philipps.
Das Jugendblasorchester setzt mit "Song and dance" vom belgischen Komponisten André Waignein daraufhin etwas ruhiger und gemütlicher ein. Doch sorgen auch hier dynamische Passagen für kurzweiligen Hörgenuss. Neben Blasinstrumenten lassen eine Marimba, eine große Trommel, Pauken und ein Drum-Set die begeisterten Anwesenden aufhorchen. Tonstärke und Tempo wechseln und schaffen effektvolle Klangerlebnisse.
So kommt als Nächstes das Schulorchester. Geboten werden ein französisches Lied aus dem 16. Jahrhundert und die "Batman Theme" von Neil Hefti, Titelsong der Batman-Serie aus dem Jahr 1966. Das schwungvolle und meisterhaft von Jonas Brendel auf der Gitarre dargebotene "Parazula" schließt sich an. "Chaconne" von Giovanni Battista Vitali, bekommen die Zuhörer von Javor Kostadinov an der Violine und Wolfgang Mehling am Klavier geboten. Mal wehmütig, dann wieder freudiger und temperamentvoller verzaubern die Musiker ihr Publikum.
Für Abwechslung sorgt anschließend der Schulchor mit Monika Philipps am Klavier. Für "Winter is going away, summer is coming to stay" marschieren die Sänger schnippend von ihren Plätzen aus zum Altar und beschreiben mit "Spring, spring, spring" die Leichtigkeit des Frühlings und sommerliche Gefühle.

ockklassiker "Music"

Als sich der Abend dem Ende zuneigt, wird es mächtig voll vorne im Altarraum. Alle Akteure zeigen in einem furiosen Finale ihr Können in dem Stück "Music", dem Rockklassiker von John Miles, sowie in "Mister Sandman" von Pat Ballard. Beim letzten Song geben neben den Instrumentalisten des Symphonischen Blasorchesters auch unzählige singende Kinder der Jahrgangsstufen 5 bis 13 ihr Bestes. Gänsehaut-Feeling pur ist bei den Zuhörern angesagt bei so viel geballter Musikalität. Fordernd und anspornend, holen Benjamin Sebald und Wolfgang Mehling alles aus den Kindern heraus. Kein Wunder, dass der Applaus gar nicht enden will. Manche Zuhörer stehen auf, um ihrer Anerkennung Ausdruck zu verleihen, viele jubeln.
Mit einer netten Geste - sie verteilen Sonnenblumen - verabschieden sich die Abiturienten des ersten G8-Jahrgangs bei ihren Musiklehrern. Thomas Schott, zweiter Vorsitzende des Elternbeirates, spricht allen aus der Seele, indem er verkündet: "Wir sind stolz auf euch!"

Von Sabine Schmidt
Erschienen am 18. Juli 2011 in der FRANKENPOST

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