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Nicht nur im Kirchenschiff, auch im Chorraum war es mitunter eng: Insgesamt beteiligten sich mehr als 300 Schüler am Adventskonzert des Schiller-Gymnasiums. Foto: Rubner
Hof - Die Schlussstrophe des Weihnachtsmedleys ist noch nicht verklungen, da ist im Kirchenschiff von St. Michaelis schon tosender Applaus aufgebrandet. Und natürlich gab es eine Zugabe im Adventskonzert des Hofer Schiller-Gymnasiums. Mit der 90-minütigen Vorstellung unter der Gesamtleitung von Studiendirektor Wolfgang Mehling haben die Gymnasiasten zweifelsohne einen musikalischen Höhepunkt im Reigen der vielen Advents- und Weihnachtskonzerte dieser Tage gesetzt.
Kein Wunder, dass die Konzertgänger geradezu in die Kirche geströmt waren. Auch im Chorraum ging es zeitweise eng zu, denn mehr als 300 Schillerianer stellten ihr Können unter Beweis - und das "vom Hip-Hop bis zur Bach-Senate", wie es Oberstudiendirektor Rainer Schmidt formulierte. "Darüber bin ich glücklich und sehr stolz." Der Schulleiter ließ auch das erfolgreiche Zusammenspiel mit den Hofer Symphonikern nicht unerwähnt. Dass dieses Projekt Früchte trägt, wurde im Laufe des Adventskonzerts gleich mehrmals klar. Ein Beispiel dafür ist die Bläserklasse 5 b, die erst seit September gemeinsam musiziert und mit "First Christmas March" einen bravourös-festlichen Auftakt lieferte.
Mit viel Spaß dabei waren die Chorschüler der fünften Klassen mit einem fetzigen Stück, dem vermutlich ersten "Hip-Hop Reindeer" in St. Michaelis. Die Fünftklässler harmonierten dabei gut mit Anton Rung (Stimme), Paul Ehret (E-Bass), Felix Edelmann (Schlagzeug) und Monika Philipps (Klavier).
Sanftere Töne waren zu hören von Javor Kostadinov (Violine) mit "Cantabile" von Paganini und von Johannes Schnabel an der Orgel, dessen "Suite gothique" kraftvoll endete. Aufrüttelnd waren das "Advent Alleluia" der Sechst- und Siebtklässler und der Schulchor mit "Christmas Comes Anew" und "Joyful, joyful". Heiter und schwungvoll kamen die Bläser der 6 b und das Jugendblasorchester daher. Das Schulorchester versetzte das Publikum mit "Drei Nüsse für Aschenbrödel" in eine verträumte Märchenwelt. Großes Talent bewies Viviane Vassileva an ihrem Marimbaphon. Die von ihr arrangierte Bach-Sonate war ein Höhepunkt des Konzerts. Jonas Brendel und Konstantin Schötz begeisterten mit ihrem Gitarrenspiel. Einen fulminanten Schlusspunkt setzte das Symphonische Blasorchester. Wohltuend beim Weihnachtsmedley, das der Schiller-Chor begleitete: Mit "Es ist ein Ros entsprungen" war endlich auch ein altes deutsches Weihnachtslied zu hören.
Von Christian Rubner
veröffentlicht am 19. 12.2011 im HOFER ANZEIGER