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Glockenhelle Klänge

Das Weihnachtskonzert des Schiller-Gymnasiums zieht viele Menschen in die St.-Michaelis-Kirche. Keiner bereut sein Kommen, die jungen Musiker wissen zu begeistern.

21. Dezember 2010

Die Bläserklasse 6 b trug "Das junge Weihnachtskonzert" nach Alfred Bösendorfer vor.
Foto: Ernst Sammer

Hof - Die St.-Michaelis-Kirche ist wie immer bestens besetzt, als das Schiller-Gymnasium zum traditionellen Adventskonzert bittet. Sie alle wollen sich von den jungen Musikerinnen und Musikern in eine vorweihnachtliche Stimmung versetzen lassen: Freunde, Eltern, Großeltern, Ehrengäste, Kinder und Jugendliche. Dicht gedrängt sitzen und stehen die Besucher und harren erwartungsvoll aus. Keiner wird am Ende sein Kommen bereuen, sie erwartet ein großartiges Konzert.

Zu Beginn steht die Begrüßung durch Schulleiter Rainer Schmidt und Studiendirektor Wolfgang Mehling, der die Gesamtleitung des Abends inne hat. Sie kündigen ein Konzert mit jungen, topfitten Künstlern und Künstlerinnen an.

Es wuselt. Und trotzdem weht bereits ein Hauch von Weihnachten durch die Kirche. Das Konzert beginnt. Konzentriert treten kleine "Profis" vor den Altar, kritisch beäugt von den Schülern und Schülerinnen, die noch nicht an der Reihe sind. Ab und zu ein leises "Pssst", damit sich die Aufmerksamkeit auf die nächsten Interpreten richten kann.

Nacheinander treten sie auf: die Bläserklassen 5 a und b sowie 6 b, der Chor der fünften, sechsten und siebten Jahrgangsstufe, das Jugendblasorchester Hof, der Schulchor und das Symphonische Blasorchester Hof - oft in Zusammenarbeit mit den Hofer Symphonikern.

Natürlich ist auch eine preisgekrönte junge Künstlerin dabei. Einige Zuhörer erheben sich, um die junge Gymnasiastin am Marimbafon besser sehen zu können: Viviane Vassileva. Sobald sie loslegt, prasseln fröhliche Töne auf das Publikum. Man sieht ihr die Freude am Spiel an. Die bereits mit Preisen bedachte Perkussionistin wird unterstützt von Wolfgang Mehling am Klavier. Viviane tanzt, wirbelt und wird zum Marimbafon. Ihr temperamentvoller Beitrag "Hora Staccato" von Grigoras Dinicu überträgt sich auf das Publikum, das sich mit lange anhaltendem Beifall für den Genuss bedankt.

Während das Publikum noch ganz hingerissen ist, formieren sich an die 100 Jugendliche vor dem Altar, um "Halleluja" von Leonard Cohen und den Chor-Klassiker "Carol Of The Bells" zu präsentieren. Eingepeitscht von einer schwungvollen Dirigentin, Nicole Rösch, singen die Kinder und Jugendlichen ein Volkslied aus der Ukraine, um dann geschickt von "metallica-trächtigem" E-Bass- und E-Gitarrenspiel nach Hof katapultiert zu werden. Mit Handkuss bedankt sich die Studienrätin für das kraftvolle Spiel.

Glockenklang bewegt die Seelen. Angereichert mit Pauken und Trompeten entwickelt sich ein lebendiges Konzert. Ob bei einem imposanten Orgelspiel oder einer beeindruckenden Darbietung des "Schiller-Chors": Immer hört das Publikum andächtig zu. So andächtig, dass es beinahe seinen Einsatz bei der Schlussstrophe verpasst hätte. Ein aufmerksamer Wolfgang Mehling verhindert es und bringt die Menschen sehr schnell zum Klingen.

Stolze Eltern, sprachlose Großeltern und coole Freunde hörten ein beeindruckendes Adventskonzert. Viele halfen mit, um es auf die Beine zu stellen. Dafür wurden am Ende des Abends alle Mitwirkenden noch einmal gelobt: Engagierte Schüler und Lehrer, die die Sound- und Lichttechnik in die Kirche brachten, und Musikbegeisterte, die professionell Lieder einstudiert hatten, um ein Konzert der besonderen Art zu geben. Unterstützt von Georg Stanek und in Zusammenarbeit mit den Hofer Symphonikern.

Von Ute Michael, erschienen am 23.12.2010 im HOFER ANZEIGER.

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