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Adventskonzert 2006

Chöre: vielstimmig und stimmungsvoll

Etwa 400 Aktive beim Weihnachtskonzert in St. Michaelis / Bläserklassen, Ensembles und Solisten Volles Haus am Dienstagabend in der Michaeliskirche: Beim Weihnachtskonzert des Schiller-Gymnasiums wirkten etwa 400 Aktive mit.

HOF – Ein „stimmungsvolles Konzert“ wünschte Schiller-Direktor Rainer Schmidt seinen Gästen eingangs – und die gut eineinhalb Stunden in der Michaeliskirche sollten auch so werden. Obzwar bei einigen der vielen Besucher noch die vorweihnachtliche Hektik zu spüren war, die Beine zappelten, die Jacken raschelten und die Hustenbonbon-Papiere knisterten, gaben die Aktiven im Altarraum ihr Bestes. Wie eingangs ebenso versprochen. Und: Es zeigte Wirkung.
Als erste durften, wie so üblich in den vergangenen Jahren, die Fünftklässler den Raum und das Gehör des Publikums in Beschlag nehmen: Die Schüler aus der Bläserklasse stellten in einem „First Christmas March“ einige adventliche Melodien zusammen, machten Andeutungen an Bekanntes und Gehörtes und zeigten, dass sie seit September viel gelernt haben.
Die Bläserklassen, die in Zusammenarbeit mit der Musikschule der Hofer Symphoniker seit mehreren Jahren unterrichtet werden, präsentierten sich denn auch immer zwischendurch den Zuhörern. Präsentierten ihre Leistung, die Fortschritte, die sie in den vergangenen Jahren gemacht haben. Die Bläserklasse der sechsten Jahrgangsstufe, das Jugendblasorchester und das Symphonische Blasorchester zeigten sich musikalisch auf hohem und immer höher werdendem Niveau, spielsicher, mal mit lautstarker Perkussionsgruppe, mal mit warm tönenden Holzbläsern, mit Trompeten-Soli oder im gut abgestimmten Tutti.
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Musik zelebriert
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Einen Solisten hatte das Konzert, der von der obersten Stufe vor dem geschmückten Altar nachdenklich klagende Harmonien aus „La Follia“ zelebrierte – Musik-Leistungskursler Simon Zimmerling hat mit den Variationen in verschiedenen Sätzen auf dem Akkordeon auch beim Wettbewerb Jugend musiziert bereits Preise errungen.
Ebenso erfolgreich ist Januka Gunaratnam, die mit Franziska Ulrich ein „Cantabile“ von Paganini für Klavier und Violine spielte: Dezente Klaviergriffe untermalten feine Violinlaute, sanfte Streichbewegungen komplettierten Grundakkorde voller Zurückhaltung. Das Kammerorchester dagegen legte mit einem „Weihnachtskonzert“ noch mehr Lebhaftigkeit an den Tag – die Melodiespitzen wechselten durch zwischen hellen, weichen Violinen und dem bestimmt-fröhlichen Cembalo.
Der Zuhörerkreis am Dienstagabend war wie gewohnt groß, aber auch die Akteure selbst brauchten viel Raum auf den Kirchenbänken an der Seite: Etwa 400 Aktive hatten die Verantwortlichen Musiklehrer Karin und Wolfgang Mehling für das Konzert zusammengezogen. Den numerischen Großteil derer freilich machten die Chöre aus: der freundlich-trillernde Chor der fünften und sechsten Jahrgangsstufe, der musikalisch firme und einfühlsame Kammerchor und die beiden großen Gesangskonglomerate von fünfter beziehungsweise siebter bis zur 13. Klasse.
Begleitet von verschiedenen Solisten, Ensembles oder dem Schulorchester boten sie Weihnachtliches, von „Stern über Bethlehem“ bis „Winter Wonderland“ – aus vielen Kehlen, mit vielen Stimmen. Stimmungsvoll außerdem.

CHRISTOPH PLASS - Hofer Anzeiger - 21.12.2006

 

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