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Das Fach Mathematik ist bei vielen Schülerinnen und Schülern ein Fach, dem die meisten mit Ablehnung, Skepsis, Unverständnis und manchmal sogar mit Magenschmerzen entgegentreten. Nur wenige „freuen“ sich heiß und innig auf die Mathematikstunden.
So ähnlich ergeht es auch dem kleinen Robert in der Geschichte „Robert und der Zahlenteufel“ von Magnus Enzensberger: er kann die Mathematik nun gar nicht leiden! Was ihm sein Mathematiklehrer (der mit Brezeln rechnet, bevor er diese alleine aufisst) im Unterricht beibringen möchte, versteht er nicht. Er will es eigentlich auch gar nicht so recht. Diese vielen Zahlen, Figuren und Rechnungen machen ihm eher Angst. Seine Furcht geht sogar so weit, dass ihn diese mathematischen Objekte nachts in seinen Träumen heimsuchen und verfolgen.
Eines Tages erscheint ihm des Nachts ein kleiner Wicht: der Zahlenteufel! Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Robert die Angst vor der Mathematik zu nehmen. Und tatsächlich: gemeinsam reisen sie Nacht für Nacht ins Land der Mathematik und erleben zahlreiche spannende Abenteuer!
Die Klasse 5a hat es sich im Schuljahr 2004/05 zusammen mit ihren Lehrern Frau Nickl und Herrn Kelz zur Aufgabe gemacht, selbst solche spannenden Begegnungen mit der Mathematik zu suchen. Im einem Projekt der Fächer Deutsch und Mathematik wurde der Versuch gestartet, ein eigenes Buch mit Geschichten des kleinen Robert mit dem Zahlenteufel zu schreiben. Dazu wurde erst innerhalb des Mathematikunterrichts nach geeigneten Themen gesucht, die sich in eine mögliche Geschichte verpacken ließen - die Ideenvielfalt gestaltete sich weitaus üppiger, als zuerst angenommen! Im Fach Deutsch ging es dann darum, die Geschichte auf den Erzählkern zu reduzieren und diesen dann sprachlich auszuarbeiten.
Das Ergebnis führte zu einem kleinen Heft, in dem die Geschichten zusammen mit schönen, zum Teil bunten Zeichnungen von den Schülern festgehalten wurden. Voller Stolz konnte die Klasse ihr Resultat auf dem Schulfest 2005 präsentieren und ihre Exemplare an den Mann bringen. Diese gingen dann tatsächlich auch weg wie warme Semmeln. Für alle, die kein Heftchen ergattern konnten, wollen wir unsere Version von „Robert und der Zahlenteufel“ hier noch einmal präsentieren.
Vielleicht bekommt der ein oder andere doch noch Lust auf Mathematik und begibt sich selbst auf die Suche nach spannenden Begebenheiten. Oder er hat aber einfach Spaß am Lesen der kleinen Geschichten und hat ein klein bisschen an Abneigung der Mathematik gegenüber abbauen können. Die Klasse 5a würde es freuen - konnten sie es doch zum Großteil selbst!
Martin Kelz