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Klimawandel findet statt! Aus diesem Grund lautet die Devise: Global denken - lokal handeln!
Im Rahmen des Focus-Schülerwettbewerbs "Schule macht Zukunft" dokumentieren wir, wie sich der Klimawandel bereits heute auf den Globus und die Region Hof auswirkt. Da dies allein aber noch nichts verändert, werden wir aktiv:
Die Gruppe H.o.f.E.r. wird einem Dorf im Landkreis Hof den Anstoß geben, auf eine Versorgung ausschließlich durch regenerative Energieträger umzustellen. Die Projektgruppe wird das Dorf und seine Bürger auf diesem Weg zum Bioenergiedorf begleiten.
Konstantin Hopf (rechts) erläutert das Projekt „H.o.f.E.r.“. Am Podium lauschen Schulleiter Rainer Schmidt, Projektleiter Peter Schießl, Nadja Zuber, Ina Peukes und Pascal Najuch (von links). Foto: -rai
Hof – Ohne Projektarbeit sei die Schule oft nur ein Frage-und-Antwort-Spiel, sagte Rainer Schmidt, Direktor des Hofer Schiller-Gymnasiums, gestern. Mit Projekten dagegen hole man das Leben in die Schule. Und – ein entsprechend engagiertes Team vorausgesetzt – auch Preise und Auszeichnungen. Für ihre innovativen Ideen und kreativen Konzepte rund ums Thema erneuerbare Energien erhielt die schulische Projektgruppe „H.o.f.E.r.“ nun in Berlin den Sonderpreis „Umwelt und Leben 2008“ verliehen und nahm dies zum Anlass, ihre Arbeit vorzustellen.
Die Abkürzung, die nach einem Bewohner der Saalestadt klingt, steht ausgeschrieben für „Heimat ohne fossile Energieträger realisieren“, erklärte Konstantin Hopf. „Unser Auftrag steht also schon im Namen.“ Diesen Auftrag versucht die engagierte Projektgruppe – die Elft- und Zwölftklässler tagen jede Woche – zum einen durch breit gefächerte Aufklärung zu erfüllen. Unverzichtbar dabei: intensive Recherchen. „Und das heißt bei uns, dass wir nicht einfach beim Fachbetreuer nachfragen, sondern prüfen, wer uns die Infos direkt von dort, wo sie produziert werden, liefern kann.“ Die Schüler können dabei auf eine Menge kompetenter Kooperationspartner zählen: das Landesamt für Umwelt, den Bund Naturschutz, die Hochschule Hof oder den Lions-Club.
Die Ergebnisse dieser Recherchen präsentieren die Hofer Schüler dann bei Umwelttagungen oder -messen, erklärt Hopf. „Wir zeigen die gegenwärtigen Probleme wie steigende Energiepreise und den inzwischen auch in der Region spürbaren Klimawandel auf, und stellen unsere Lösungsansätze vor.“
Einer davon ist die Schaffung eines „Bioenergiedorfs“. Erste Konzepte stehen bereits, nun sei man dabei, gemeinsam mit der Hochschule unter den Dörfern der Region einen geeigneten Kandidaten für das Modellprojekt zu finden, erklärt Konstantin Hopf.
Prominente Gratulanten
Dass die Arbeit in dieser Frage aber noch lange nicht abgeschlossen ist, störte die Jury des Wettbewerbs „Schule macht Zukunft“ keineswegs. Bei der von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und dem früheren bayerischen Umweltminister Dr. Werner Schnappauf geleiteten Feier, bekamen die Hofer Schüler in Berlin viel Lob und konnten gleich neue Kontakte knüpfen, erzählte Pascal Najuch. Kein Wunder, dass die Projektgruppe mit soviel Rückenwind auch weiterhin „Heimat ohne fossile Energieträger realisieren“ möchte. -rai
Erschienen im Hofer Anzeiger am 29.10.2008.
Hier kommen Sie auf die Website des Projektes H.o.f.E.r !