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Religion – Verlockung und Versuchung

Mit der Q 11 am Wandertag in Erlangen

Am Donnerstag, dem 24. September 2009, fuhren die Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Schillergymnasiums Hof nach Erlangen, um die Ausstellung „Die zarteste Versuchung. Religion in der Werbung“ der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zu besuchen.

Das bereits im Unterricht zu behandelte Thema „Mediale Konstruktion der Wirklichkeit“ sollte hier noch einmal mithilfe von Bildern und Werbespots veranschaulicht werden.

Doch trotz des ständigen Kontakts der Jugendlichen mit Medien beantworteten alle die Frage des Referenten, wofür Mönche und Nonnen in der Werbung stünden, falsch. Weder Keuschheit, noch Unschuld – Sex war die richtige Antwort. Auch Adam und Eva, Da Vincis „Das letzte Abendmahl“ oder Engel sind beliebte Motive der Werbebranche, um Produkte, die im Grunde genommen alles andere als „göttlich“ sind, zu verkaufen.

Ein roter Parfümflacon steht als Metapher für den sündhaften Apfel und biblische Texte werden zu Slogans verarbeitet – dies wird von den meisten Konsumenten kaum wahrgenommen.

Sieht man jedoch Pfarrer, die Coca-Cola als Weihwasser verwenden, einen an ein IKEA-Kreuz genagelten Jesus oder Ratten, die gerade ihr „letztes Mahl“ zu sich nehmen, wird die Grenze zwischen Spaß und Ernst für viele überschritten. Was die junge Generation eventuell noch als originell empfindet, wirkt auf die ältere als Unverschämtheit.

Inwieweit der Glaube als Magnet für Käufer verwendet werden sollte, löste bei den Schülern angeregte Diskussionen aus.

Ein gelungener Ausflug mit vielen aufschlussreichen Erkenntnissen!

Luba Levkovic, Q 11

 

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