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Am Donnerstag, dem 17.Juli, machten sich 42 Kollegiaten mit den Lehrkräften Frau Lutz, Herr Gegesz
und Herr Kelz gegen 3.30 Uhr morgens nach Canterbury im südöstlichen Teil der Insel auf. Nach einer anstrengenden 14-stündigen Fahrt, die viel Sitzfleisch erforderte, erreichten wir Calais, von wo aus wir mit der Fähre nach Dover übersetzten, allerdings mit reichlich Verspätung, nachdem die ursprünglich gebuchte Fähre verpasst wurde. Nichtsdestotrotz kamen wir neugierig und gutgelaunt auf der Insel an,
und konnten schließlich am frühen Abend die Studentenwohnheime auf dem Gelände der Universität Canterbury beziehen. Anschließend erholten wir uns in lockerer Atmosphäre von den Reisestrapazen.
Am folgenden Tag brachen wir nach Canterbury auf, wo zunächst eine kleine Bootsfahrt auf der Stour mit sympathischen Captains, die uns die Bedeutung diverser Bauwerke erklärten, auf dem Programm stand. Anschließend bestand die Möglichkeit die Stadt mit ihren Geschäften zu erkunden, bevor eine deutschsprachige Führerin unserer Gruppe einen kurzen Einblick in die Geschichte Canterburys gab, indem sie die frühere Funktion einiger Bauten herausstellte. Danach ließen die „Hofer“ den Tag in geselligen Runden ausklingen.
Der Samstag stand ganz im Zeichen der ersten großen London-Tour. Am „frühen“ Morgen brachte uns der stets freundliche Busfahrer in die Metropole, wo wir viele der Sehenswürdigkeiten, wie z.B. den Buckingham Palace, die Westminster Abbey, den Big Ben oder die Houses of Parliament besichtigten. Danach bestand die Möglichkeit den unzähligen Museen wie z.B. dem Natural History Museum oder dem Imperial War Museum einen Besuch abzustatten sowie die riesige Stadt zu erkunden. Nach der Rückkehr
auf den Campus tauschte man am Abend noch lange gegenseitig die Eindrücke von London aus.
Nach der Anstrengung am Vortag ging es am Sonntag in den beschaulichen ehemaligen Fischerort Rye, wo wir uns zuerst den Ort mit seinen typisch englischen Häusern anschauten. Danach stand eine Wanderung durch endlose Wiesen mit Schafherden auf dem Programm, bis wir schließlich nach einer Einkehr in einem „original“ englischen Pub das Meer erreichten. Nach einer Rast am Strand setzten wir die Wanderung nach Winchelsea fort, wo noch eine Kirche besichtigt wurde, bevor uns der Bus wieder zurück zur Universität brachte. Am Abend boten die Lehrer an, uns die „Schleichwege“ nach Canterbury zu zeigen, wo dann einige Schüler den Pubs einen Besuch abstatteten und das typisch „gesch-macklose“ Pub food probierten.
Am Montag machten wir uns, mal mit mehr, mal mit weniger Schlafmangel, nach Dover Castle auf. Zuerst verschafften wir uns einen ersten Überblick über das Burggelände, bevor uns ein Führer das unterirdische Tunnelsystem der Wartime Tunnels zeigte, die während der napoleonischen Kriege als Kasernen und im 2.Weltkrieg als Kommandozentrale und Lazarett für das britische Militär dienten. Anschließend brach die Gruppe am Nachmittag zu einer Wanderung auf den weißen Klippen von Dover bei herrlichem Wetter, wie übrigens an fast allen Tagen, und Fernsicht bis Frankreich auf.
Der nächste Tag bot einen weiteren Höhepunkt der Studienfahrt, denn es stand der zweite Londonbesuch auf dem Programm. Zunächst informierten wir uns über die Entwicklung der Zeitmessung und Ortsbe- stimmung im Museum am Nullmeridian in Greenwich, bevor unsere Gruppe dann die Wahrzeichen von London, wie z.B. die Tower Bridge oder den Tower, besichtigten. Am Nachmittag konnten wir in kleinen Gruppen nach individuellen Interessen weitere Sehenswürdigkeiten anschauen und die unzähligen Einkaufsmöglichkeiten der Stadt nutzen. Nach der späten Rückkehr waren alle sehr beeindruckt von dem, was London zu bieten hat.
Am letzten Tag fuhren wir nach Broadstairs, einem Ort am Ärmelkanal, wo wir bei traumhaftem Wetter sofort den Sandstrand aufsuchten. Einige Abgehärtete wagten sich in das sehr kühle Meer, während die anderen die Sonne genossen und die obligatorische Portion Fish and Chips aßen. Schließlich ging es wieder zurück nach Canterbury, wo eine Audiotour durch die imposante Kathedrale den Tag abrundete. Nachdem letzte Einkäufe in der Stadt erledigt wurden, saßen wir noch lange zusammen und sprachen über die gewonnenen Eindrücke der Studienfahrt.
Am nächsten Morgen traten die 42 Teilnehmer und drei Lehrkräfte, denen an dieser Stelle für den reibungslosen Verlauf der Studienfahrt noch einmal gedankt sei, noch ein wenig verschlafen die Heim- reise durch den Eurotunnel an. Letztendlich kamen wir gegen Mitternacht erschöpft, aber gesund in Hof wieder an.
Fabian Ultsch, Matthias Knöchel