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"Chemie als Event an der Schule"

Das P-Seminar des Oberstufenjahrgangs 2009/11

Chemie bestimmt unser Leben. Das zu erkennen erfordert Wissen. Durch Veranstaltungen mit Edutainment-Charakter (Edutainment: Symbiose aus „education“ und „entertainment“) kann Neugierde geweckt werden, die Vorraussetzung ist für Lernen.
In diesem Seminar soll gezeigt werden, dass Naturwissenschaften – speziell die Chemie – lehrreich und unterhaltend dargeboten werden können. Ziel des Projekts ist es, das Image der Chemie / der Naturwissenschaften in der Öffentlichkeit zu verbessern, Informationsdefizite auszugleichen und die Entstehung von Vorurteilen zu verhindern.
Das Projekt endet mit einer gemeinsamen Performance und wird auch durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit vor- und nachbereitet.
Angestrebte Kompetenzen, speziell in diesem Projekt:
Die Schüler/innen arbeiten in Kleingruppen an verschiedenen Teilaspekten des Projekts. Zum Gelingen des Projekts ist eine enge Kooperation zwischen den Kleingruppen nötig. Der Umgang mit Chemikalien und besonders auch das Vorführen chemischer Experimente erfordert ein äußerst gewissenhaftes und sorgfältiges Arbeiten.

Die "Hofer Stadtchemikanten"

Unser P-Seminar "Eventchemie" besuchen 15 Schülerinnen und Schüler. Nachdem unsere Ziele klar sind, haben wir uns einen Namen gegeben - "Hofer Stadtchemikanten". Und das ist unser Erkennungszeichen:


Im Folgenden werden wir nun einige Höhepunkte unserer Seminararbeit näher beschreiben.
Viel Spaß beim Lesen!

Die "Hofer Stadtchemikanten"

Besuch der Zaubervorlesung

"Chemie ist mein Leben"

an der Universität Erlangen

Am Mittwoch, den 14.10.2009 unternahm das P-Seminar „Event-Chemie“ unter Leitung von Frau Reukauf eine Exkursion an die Universität Erlangen, um sich dort die alljährliche „Zaubervorlesung“ von Professor Rudi van Eldik anzusehen.
Die Zaubervorlesung ist eine Chemieshow, die durch eine spannende Geschichte und viele interessante Experimente die Zuschauer begeistert.
So standen wir nach etwa zwei Stunden Busfahrt vor den Türen zum Hörsaal „Audimax“ und warteten auf den Einlass. Als es schließlich soweit war, kam man sich vor, wie in der ersten Reihe eines Rockkonzerts oder zur Feierabendzeit in der U-Bahn. Es wurde gedrängelt und gedrückt, denn jeder wollte einen Sitzplatz ergattern, da es immer mehr Gäste als Stühle gibt. Aus unserem Kurs musste zum Glück keiner stehen.
Die diesjährige Chemieshow war van Eldiks letzte und erzählte seine Lebensgeschichte. Deshalb trug sie den Titel „Chemie ist mein Leben“.
Von einer Moderatorin durch seine Erinnerungen geführt begann die Geschichte mit dem kleinen Jungen Rudi, der schon immer eine Schwäche fürs Zündeln hatte. Das war auch der Grund, warum die Familie nach einem Großbrand in Amsterdam nach Südafrika flüchtete.
Auf der Dampferfahrt nach Süden rammten sie auf Äquatorhöhe einen 57°C „kalten“ Eisberg und sanken. Das war jedoch, wie sich herausstellte, glücklicherweise nur ein durch den Film „Titanic“ verursachter Traum Rudis.
Auch auf der Schule in Südafrika bereitete er seinen Lehrern so manchen Kummer, indem er zum Beispiel Funken sprühend ein Gummibärchen zum Brennen brachte oder die Kunstbilder seiner Mitschüler einfach verschwinden ließ. Und selbst später zu Studienzeiten wurde es nicht besser mit ihm. In einer WG mit zwei „süßen“ Studenten lebend, flambierten sie so manchen pinkfarbenen Pudding und brachten den einen oder anderen Sektkorken zum Knallen. Als später auch noch seine Freundin von Eingeborenen entführt wurde, war ihm jedes Mittel recht, um sie zu befreien. Dabei konnte er jedoch nicht ahnen, dass sie den Ureinwohnern das Leben zur Hölle machte und die Entführer sie schon lange leid waren.
Lange Zeit lebte und arbeitete er dann als Professor für Anorganische Chemie in Deutschland. Gegen Ende seiner langjährigen Forschertätigkeit wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Stellvertretend für den wirklichen Anlass vom 14. April 2009 wurde die Übergabe durch den Bayrischen Innenminister in der Show nachgestellt.
Der krönende Abschluss der Vorstellung bestand aus einer sogenannten „Bier-Uhr“, bei der alle Assistenten von Rudi mitgewirkt haben. In einer Reihe aufgestellt schütteten zwölf Leute zeitgleich zwei klare

Flüssigkeiten, alle mit verschiedenen Mischungsverhältnissen, in je einen Maßkrug. Der Reihe nach, in einem Abstand von etwa zwei Sekunden, schäumte das Gemisch auf und färbte sich in ein klares „Bier-Gelb“. Jedoch ist vom Verzehr dieses „Bieres“ abzuraten!

Annika Burkel Q11

Professor am Schiller – Dichter treffen Denker

Wir begrüßen eine Ehrengast und sind sehr stolz.

Nachdem wir zur Zaubervorlesung in Erlangen waren erfreute uns am 17.12.2009 Professor Rudi van Eldik von der Universität Erlangen mit seinem Besuch, um unser Projekt „Chemie als Event an der Schule“ mit zahlreichen Tipps zu unterstützen. Der Professor für Anorganische Chemie ist ja spezialisiert auf die Organisation und Umsetzung eines solchen Vorhabens, weil er selbst jedes Jahr seine „Zaubervorlesung“ im Audimax in Erlangen veranstaltet, bei der er mit viel Humor und Hingabe sein Fach erklärt.

Da es nur noch eine Woche bis Weihnachten dauerte, beschlossen wir, den Besuch des Professors und seines Mitarbeiters Dr. Peter Illner mit einer Art Weihnachtsfeier zu verbinden. Mitten im Sitzkreis im Chemiesaal gab es Kuchen, Plätzchen und Tee.

So kamen wir ins Gespräch und konnten den Herren einige „Formeln“ entlocken, die unsere Chemieshow zu einem Highlight machen sollen. Da die Aufmerksamkeit der Zuschauer durch eine spannende Geschichte gewonnen werden soll, gab uns Rudi van Eldik einen wertvollen Tipp mit auf den Weg: „Märchengeschichten kommen immer gut an!“

Doch neben Action müsse eine Vorführung auch durch Erklärungen glänzen, weshalb uns auch zugesichert wurde, dabei Hilfe zu erhalten. Zur Inspiration bekamen wir auch einige Drehbücher zur „Zaubervorlesung“, was mit einem verfrühten Weihnachtsgeschenk vergleichbar war.

Und sollten wir noch Fragen haben, so würden uns Prof. van Eldik und Dr. Illner jederzeit auch bei der Durchführung des Projekts zur Seite stehen.

Das finden wir Klasse!

Danke!

Claus Fischer Q11

Unsere Chemieshow

Die Hofer Stadtchemikanten präsentieren: Hänsel und Gretels chemiastische Welt

zum Schulfest im Sommer 2010

Nach langer Vorbereitungs- und Arbeitszeit und zahlreichen Generalproben war es endlich soweit. Wir kamen alle mehr oder weniger erschöpft von unseren Studienfahrten zurück und es blieb uns nur noch ein Tag bis zum Schulfest, um unser Stück noch einmal zu besprechen. Also standen alle Schüler und Schülerinnen unseres P-Seminar Samstagmorgen im Chemiesaal, um die letzten Vorbereitungen für unsere bevorstehende Show zu treffen. Als alle mit den vollbrachten Leistungen zufrieden waren, beschlossen wir unser Stück am nächsten Morgen, also am Tag des Schulfestes, ein letztes Mal zu proben. Sonntagmorgen, alle schon etwas nervös, ob unsere Chemieshow denn auch ein Erfolg werden würde und alles klappen wird, fand die letzte Generalprobe statt.

Kurz vor 14.00 Uhr war es dann endlich soweit, nur noch fünf Minuten bis zur ersten Vorstellung. Der Chemiesaal war bis auf den letzten Platz besetzt. Leider mussten wir sogar interessierte Zuschauer wieder wegschicken und sie zur nächsten Vorstellung einladen, welche eineinhalb Stunden später stattfand bzw. dann sogar auf nächstes Jahr vertrösten.
Alles lief wie geplant und auch trotz einiger kleiner Pannen waren die Zuschauer begeistert, wir bekamen sehr viel Zuspruch und waren natürlich sehr stolz auf uns, dass es mit unserer Show so gut geklappt hat.
Ein großer Dank gebührt hierbei natürlich unserer Leiterin Frau Reukauf, die uns bei den Vorbereitungen, den Experimenten und auch bei allen anderen Fragen und Problemen stets mit Rat und Tat zur Seite stand.

Lea Strunz, Q 12

Kindernachmittage

Siebtklässler gehen bei Zwölftklässlern in die Schule

120 Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe schnuppern unter Anleitung und Aufsicht der P-Seminarler in die Chemie hinein.

Anlässlich der Zweigwahl in der siebten Jahrgangsstufe entschloss sich das P-Seminar "Chemie als Event an der Schule" drei Versuchsnachmittage für die 7. Klassen zu veranstalten, um die Entscheidung zwischen dem wirtschaftlichen und naturwissenschaftlichen Zweig zu erleichtern. Zudem wollten wir einen kurzen Einblick in die so genannten "Übungsstunden", die bei der Wahl des naturwissenschaftlichen Zweigs im Stundenplan auftreten, gewähren.
Diese "Schnuppernachmittage" fanden am 25.10., 08.11. und 15.11.2010 statt. Auf Grund des großen Andrangs mit circa 120 Zusagen musste am 29.11. ein vierter Nachmittag veranstaltet werden, um alle Schüler unterzubringen.
Während der Nachmittage wurde versucht den Teilnehmern die Chemie, unter Aufsicht und Anleitung der Schüler des P-Seminars, durch Experimente wie der "Elefantenzahnpasta", dem "Versilbern und Vergolden von Münzen", der "Pharaoschlange" und zahlreichen anderen, näher zu bringen.
In kleinen Gruppen konnten die Schüler bis zu vier Versuche pro Nachmittag durchführen.
Die teilnehmenden Schüler zeigten sich sehr interessiert und arbeiteten gut mit. Das P-Seminar hofft bei der Zweigwahl geholfen zu haben und freut sich über die positive Rückmeldung seitens der Siebtklässler.

Andreas Pittroff, Q12

 

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