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Die Preisverleihung fand am Freitag, 7. Mai 2010 statt. Herzlichen Glückwunsch !
Weitere Informationen !
Bild oben: v.l. Selina Feiler, Karin Charbonnel, Marie-Charlotte Persitzky
Bild unten: Maximilian Hocke, K 13
Im Aufsatzwettbewerb gibt es in den drei Altersgruppen jeweils zwei Themen zur Auswahl.
Drei Schüler bzw. Schülerinnen unserer Schüler ließen sich nicht nur dazu motivieren, an die
Arbeit zu gehen und freiwillig (!) ein Aufsatzthema in Angriff zu nehmen, sondern ließen sich auch nicht davon entmutigen, dass es diverser Vorarbeiten bedurfte, um schließlich circa 10 Seiten Text zu Papier zu bringen. Der Lehrer konnte Anregungen und Ratschläge geben, geschrieben werden musste der Text aber natürlich alleine.
Maximilian Hocke aus der K 13 und Marie-Charlotte Persitzky und Selina Feiler aus der 6 b erhielten nun im Februar über die Schulleitung die Mitteilung, dass die bayerische Jury
ihnen einen Landessieg zuerkannt hat, was bei mehr als 1500 angefertigten Arbeiten doch eine ganz beachtliche Leistung ist ! Herzlichen Glückwunsch !
Selina und Marie-Charlotte haben sich in Team-Arbeit mit dem Thema „Ein Zugvogel fliegt über Europa. Lass ihn von seinen Erlebnissen erzählen“ beschäftigt, einem Thema, bei dem man sich nicht nur in die Gefühle und Gedanken eines Vogels hineinversetzen musste, sondern zugleich eingehen sollte auf die Probleme angesichts der durch die industrialisierten Gesellschaften Europas veränderten Lebensbedingungen der Zugvögel. Den beiden Mädchen ist es gelungen, mit ihrer „Reise zum Glück“, die vom Weißstorch Kasimir handelt, der sich mit seiner ihm vom Storchenminister zugeteilten Fluggruppe auf den Weg nach Afrika macht,
eine witzig und zugleich einfühlsam geschriebene Geschichte zu verfassen.
Max hat sich an das sehr anspruchsvolle Thema „Parallelgesellschaften- europäische Wirklichkeit? Beschreiben Sie ein Beispiel und überlegen Sie, wie Politik und Gesellschaft
reagieren könnten.“ herangewagt, was ihm einiges an Recherchen abverlangte, zumal auch der Begriff „Parallelgesellschaften“ einer kritischen Betrachtung unterzogen werden sollte.
Alle drei Arbeiten wurden nicht nur mit einem Landessieg ausgezeichnet, sondern wurden an die Bundesjury in Bonn weitergereicht, weshalb auch noch keine Angaben zur Preisver- leihung zu machen sind, da alle noch eine Runde weiterkommen könnten, wozu wir ihnen natürlich ganz fest die Daumen drücken.
Im April kam die Nachricht über die endgültige Entscheidung der Bundesjury. Bayernweit hatten fast 55.000 Schüler teilgenommen, bundesweit über 188.000. Arbeiten von 3.600 bayerischen Schülern waren an die Bundesjury weitergereicht worden, 900 Arbeiten wurden schließlich mit besonderen Preisen ausgezeichnet.
Alle drei Landessieger unserer Schule wurden zur Ehrung der oberfränkischen Teilnehmer am 7. Juli 2008 in Hollfeld eingeladen. Darüber hinaus wurde die Arbeit von Max von der Jury als besonders preiswürdig erachtet, ihm wurde eine Reise als Preis zugedacht. Vom 16.-23 August darf er nach Nachod (Tschechien) fahren zu einer europäischen Jugendbegegnung!
Darüber hinaus wurden Maximilian und seine betreuende Lehrerin, Frau Charbonnel, vom Zentrum für Europäische Bildung für drei Tage nach Berlin eingeladen. Im Rahmen des
„Tags der Talente“ wird Frau Bundesministerin Dr. Annette Schavan die Preisträger verschiedener Wettbewerbe persönlich begrüßen und ihre Leistungen würdigen. Die Teilnehmer erhalten außerdem Gelegenheit, in Workshops Einblick in die Praxis unterschiedlicher Arbeits- und Forschungsgebiete zu nehmen.
OStRin Karin Charbonnel
"Tag der Talente" vom 20.-22.09.2008 in Berlin
OStRin Karin Charbonnel und Maximilian Hocke in Berlin
Nachdem ich mit meinem Aufsatz zum Thema „Parallelgesellschaften, europäische Wirklichkeit?“ einen Bundespreis beim Europäischen Wettbewerb gewonnen hatte, stand nun vor einer Woche die Fahrt in die Tschechische Republik an.
Nach meiner Ankunft am Prager Bahnhof am Samstag, dem 16. August, wurden zwei weitere Teilnehmerinnen aus Bayern, ein Teilnehmer aus Hamburg und ich von einem tschechischen Betreuer abgeholt. Nach der Fahrt zu unserer Jugendherberge wurde uns dann in kurzen, präzisen englischen Sätzen mitgeteilt, dass wir uns nun bis 19.00 Uhr „ausruhen“ können. Da Karsten, aus Hamburg, das wörtlich nahm und meine beiden estischen Zimmerkameraden (die sich schon einen Tag später zu einer wirklich tollen Gesellschaft entwickelten) nach ihrem Flug noch schliefen, war ich auf mich allein gestellt. Draußen waren relativ viele Jugendliche, aus England und anderen Ländern, zu viele um alle zur Jugendbegegnung zu gehören, weswegen ich keine Ahnung hatte, wer denn nun zu meiner Gruppe gehören wird und ich keine „ersten Kontakte“ knüpfen konnte.
Den Empfang hatte ich mir etwas anders vorgestellt.
Nichtsdestotrotz brachte ich die vier Stunden hinter mich und gegen 19.00 Uhr startete dann auch das Programm. Ich lernte die 19 anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Estland, Kroatien, Zypern, Rumänien, Slowenien und Tschechien und unsere vier Betreuer aus Tschechien kennen.
Am ersten Abend machten wir noch einen Abendspaziergang durch die Innenstadt. von Prag, am Sonntag dann, in vier Gruppen aufgeteilt, ein Expeditionsspiel durch die Stadt und abends durch das Nachtleben. Wenn die Zeit natürlich auch viel zu kurz war, um alles in dieser schönen Stadt sehen zu können, so habe ich den Aufenthalt in Prag doch sehr genossen. Und spätestens am zweiten Abend war dann bei dem größten Teil der Gruppe auch die letzte Reserviertheit verflogen und ich fühlte mich mit einigen von ihnen schon vertraut, wie mit alten Bekannten.
Am Montag dann startete die Fahrt nach Nachod. Kompletter Tapetenwechsel. Wir wohnten in einem Camp am Rande der 20.000-Einwohner-Stadt, das aus Holzhütten zum Schlafen und einem Haus für Küche, Sanitäreinrichtungen und Gemeinschaftsraum bestand.
Am Dienstag hatten wir eine ganztägige Kanufahrt auf einem Fluss in der Nähe von Nachod, was zwar sehr anstrengend war, letztlich aber doch eine gelungene Idee . Den Mittwoch verbrachten wir am Vormittag in einem Jugendclub. Dort konnte man seine Zeit mit Basteln verbringen, Tischfußball oder Billard spielen oder im Internet surfen. Am Nachmittag hatten wir „Männer“ ein Fußballspiel und hinterher sind alle Bowling spielen gegangen. Den Donnerstag verbrachten wir in einem Kletterpark und einem Naturschutzgebiet. Am Freitag wurde nach diversen Spielen dann unser Farewell-Abend veranstaltet.
Wenn ich nun alle Eindrücke zusammenfasse, so muss ich auf der einen Seite sagen, dass die Organisation z.T. leider mangelhaft war: Die Betreuer hatten ab und zu keine glückliche Hand mit der Wahl der Aktivitäten. Auf der anderen Seite hatte ich eine herrliche Zeit mit einem Teil der Gruppe und möchte diese Woche in meiner Erfahrung auf keinen Fall missen. So war es eine tolle Erfahrung, Menschen aus Osteuropa kennen zu lernen (was für mich ganz neu war) und mit ihnen Freundschaften zu knüpfen. Ich bin überzeugt, dass einige auch länger dauern werden als drei Wochen. Ich kann abschließend nur wiederholen, was ich am „Abschlussabend“ als Kommentar zu der Frage abgab, was denn meine beste Erfahrung in dieser Woche war:“ For me the best experience was the group“.
Maximilian Hocke
24.8.2008