| Informationen | Schülermitverantwortung | Tutoren |
| Klassen | Kollegstufe | Gruppen |
| Schülercafé | Ehemalige | Verbindungen |
| Besondere Erfolge | Wettbewerbe | Studium |
Hof - Fernsehen mal anders erlebt haben fünf Sechstklässler des Hofer Schiller-Gymnasiums - nämlich nicht vor der Glotze, sondern vor der Kamera. Hannes Krauß, Moritz Egelkraut, Alisa Brauner, Kristin Frohmader und Nina Weber durften im Oktober bei der Kindersendung Tigerenten Club mitmachen.
Dabei treten jeweils zwei Schulen gegeneinander an. Jede entsendet ein fünfköpfiges Schülerteam. Die Gruppen treten als "Tigerenten" und "Frösche" in fünf Spielen gegeneinander an. Diesmal stand die Sendung unter dem Motto "Friedrich Schiller". "Denn heuer feiert der Dichter 250. Geburtstag", wissen die Hofer Schüler. Der Sender SWR hatte, wie Schulleiter Rainer Schmidt erklärt, bereits vergangenes Schuljahr an unterschiedlichen Schiller-Schulen angefragt, ob sie mitmachen wollen. Ganz klar, dass die Hofer Ja gesagt haben. Und die Sechstklässler haben dem Namen ihrer Schule alle Ehre gemacht: Sie setzten sich gegen das Frösche-Team des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Marbach, der Geburtsstadt des Dichters, durch.
Nicht so einfach wie gedacht
Alisa, Kristin, Nina, Hannes und Moritz sind natürlich mächtig stolz, dass sie mitmachen durften und obendrein den Sieg eingefahren haben. "Aber wir wurden auch gut von unseren Klassenkameraden angefeuert", erzählen sie. Denn von denen wurden sie nach Göppingen ins Fernsehstudio begleitet - 60 Schüler reisten an, unterstützt von einigen Lehrern, die dann im Publikum alles verfolgen durften.
Solch ein Fernsehstudio einmal von innen zu sehen, war für alle ein tolles Erlebnis. Alisa erzählt, dass es Betreuer gab, die sich um die Teams gekümmert haben: "Sie haben uns erklärt, wie alles funktioniert - wo man sich während der Sendung hinstellen muss und wie man in die Kamera gucken soll." Die Schüler haben schnell gemerkt: Fernsehen zu machen, ist schwerer als gedacht. Moritz kann sich noch gut daran erinnern, dass es im Studio sehr warm war, wegen der Schweinwerfer, und weil man oft in Sekundenschnelle von einem Platz zum nächsten laufen musste. "Und im Fernsehen schaut auch immer alles viel größer aus, als es eigentlich ist", fügt Hannes hinzu.
Gefreut haben sich die Kinder auch, dass sie die Moderatoren Pete Dwojak und Katharina Gast kennenlernten. "Die waren voll nett", sind sie sich einig. Zudem lernten die Schüler Barbara Kindermann kennen, die aus Schillers Dichtungen moderne Kinderbücher macht und in der Sendung zu Gast war.
Entscheidender Rodeo-Ritt
60 Minuten dauert der Tigerenten Club im Fernsehen - 60 Minuten, in denen die Hofer wie ihre Konkurrenz aus Marbach alles gaben, um genügend Punkte für den Sieg zu sammeln. Lampenfieber hatten die Hofer aber nicht. "Nur vor der Generalprobe war uns etwas mulmig", geben sie zu. In fünf Spielen galt es Fragen aus Schillers Leben zu beantworten und zu seinen Werken wie etwa "Wilhelm Tell". Und auch sportlich ging's zu, nicht zuletzt im alles entscheidenden Spiel, dem Rodeo-Ritt. Die Hofer Tigerenten hielten sich wacker und hatten somit am Ende die Nase vorn. Außerdem konnten Alisa und Kristin, die die Bläserklasse des Gymnasiums besuchen, mit Trompete und Klarinette überzeugen - sowie Kristin mit ihrem Gesang.
Als die Hofer dann am Ende den Sieg in der Tasche hatten, war die Freude natürlich groß. Als Preis gibt es in der Sendung 600 Euro, die einer gemeinnützigen Einrichtung zugute kommen. Die Schiller-Schüler haben sich dabei für die Hofer "Schutzhöhle" entschieden. "Denn dort wird Kindern geholfen, denen es nicht gut geht", sagen sie.
Erschienen im HOFER ANZEIGER am 28.10.2009
Hier geht's zu den Fotos ! © SWR