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Das „Romeo and Juliet“- Projekt der Klasse 8d im Englischunterricht

Lernen mit Kopf, Herz und Verstand

Der Englischunterricht der Mittelstufe besteht zu einem großen Teil aus einem lehrbuchorientierten Arbeiten. Hierbei werden die notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt, um sich sowohl mündlich als auch schriftlich in der Fremdsprache ausdrücken zu können. Neben den grammatischen Themen, dem Vokabellernen und der Anwendung von Wissen kommen Schülerorientierung und Lernermitbestimmung häufig zu kurz. Die Projektarbeit ist eine schülerzentrierte Lehr- und Lernmethode, die das gemeinsame handlungs¬orientierte, zielorientierte Arbeiten ermöglicht und gilt sowohl als produkt- und ergebnisorientiert, als auch prozessorientiert, da der Arbeits- bzw. Lernprozess ebenso wichtig ist wie das Endprodukt.

Grundlage für das „Romeo and Juliet“-Projekt bietet die Unterrichtseinheit „The Golden Age“, in der den Schülern landeskundliches Wissen zur englischen Renaissance um Queen Elizabeth I. und ihren Zeitgenossen vermittelt wird. Zu den bedeutendsten Persönlichkeiten dieser Epoche zählte der Dichter und Dramatiker William Shakespeare, der mit seiner berühmten Tragödie „Romeo and Juliet“ über 400 Jahre später immer noch sein Publikum begeistern kann.

Das Projekt ist auf 12 Unterrichtsstunden angelegt und setzt sich aus den folgenden Arbeitsschritten zusammen. Nach der Vermittlung landeskundlicher Informationen zur Englischen Renaissance nehmen die Schüler an einer Führung durch das Hofer Theater teil. Die Theaterpädagogin Claudia Wagner wird den Schülern einen Einblick in die moderne Theaterwelt geben und grundlegendes Wissen zum Aufbau eines Theaters, zur Arbeit von Schauspieler, Regisseur und Dramaturg weitergeben. Außerdem bekommen die Schüler die Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen blicken zu können. Dieser Nachmittag am Hofer Theater soll zunächst einmal die nötige Motivation für die Arbeit an einem Theaterstück liefern und auch zur Klärung wichtiger Begriffe und Methoden rund um das Drama dienen.

Im nächsten Schritt lesen die Schüler die Lektüre „Romeo and Juliet“ in vereinfachter und gekürzter englischer Fassung nach Rachel Bladon zu Hause und erschließen sich selbständig den Text. Nach der Besprechung des Inhalts folgen szenische Interpretationen einzelner Szenen. Hierbei werden die Schüler zu Schauspielern, die sich sowohl mit dem englischen Text auseinandersetzen als auch den vorgegebenen Bühnenanweisungen folgen müssen. Ziel soll es sein, mit Intonation, Rhythmus und Sprechgeschwindigkeit zu experimentieren und die Anweisungen Shakespeares (Auftreten der Personen, Bewegung, Geräusche) in die Tat umzusetzen.

Fächerübergreifend erstellen die Schüler im Kunstunterricht bei Herrn Ludwig Gipsmasken, die sie in Gemeinschaftsarbeit anfertigen und künstlerisch bemalen und verzieren. Die Intention dieser Unterrichtsarbeit ist es, den Schülern die Lebenswelt der englischen Renaissance näher zu bringen. So war es damals üblich, Maskenbälle zu veranstalten. Die Schüler erfahren hierbei, wie viel Arbeit und Geschick es den Maskenbildnern der damaligen Zeit gekostet haben musste, um eine solche Theatermaske herzustellen.

Dem szenischen Interpretieren soll nun die eigentliche, produktorientierte Arbeit folgen. In Gruppenarbeit werden die Schüler nun selbst zu Schauspielern, Regisseuren und Dramaturgen, in dem sie zu einzelnen Szenen Standbilder entwerfen. In einem Casting wählen sie Mitschüler aus, die wichtige Rollen in dem Stück übernehmen werden. Des Weiteren schreiben sie eigene Bühnenanweisungen, die Gestik und Mimik einschließen, und einigen sich auf die nötigen Kostüme. Als Endprodukt wird ein Fotoroman im Stile der bekannten Jugendzeitschrift „Bravo“ angestrebt, indem die Themen des Shakespeare-Stückes wie Liebe, Freundschaft, Hass und Gewalt bildlich umgesetzt werden. Die einzelnen Standbilder der Schüler werden dazu abfotografiert und anschließend am Computer bearbeitet. Die Fotos werden mit Sprechblasen und Untertexten versehen, auf die sich die Schüler in einer Vorarbeit bereits festgelegt haben.

Das „Romeo and Juliet“-Projekt leistet einen Beitrag zum ganzheitlichen Lernen und stellt einen klaren Lebensweltbezug dar. Die geistige und körperliche Arbeit der Schüler, die Selbstorganisation und Selbstverantwortung, das kooperative Lernen spricht alle Sinne an und bietet den Schülern genug Offenheit, in Teamwork neue Erfahrungen und Geleistetes sichtbar und greifbar zu machen.

Katharina Spindler, StRefin

Führung durch das Hofer Theater am 24.10.07

Frau Wagner erklärt, aus welchem Material Requisiten hergestellt werden

Laura, Jana, Sebastian und Konrad probieren Kostüme und Masken an

Basteln der Theatermasken im Kunstunterricht

Zuerst muss man Creme auftragen

Danach vorsichtig die Gipsbinde anpassen…

… schön nass machen…

….zehn Minuten zurücklehnen…

… und fertig ist die Maske!

Szenisches Interpretieren

7.-13. November 2007

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Gruppenarbeit zu den Standbildern

14.-16. November 2007

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Der Fotoroman

... The Tragic Love Story of Romeo and Juliet

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Fotoroman Romeo and Juliet final version.pdf (922.70 KB)

 

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