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Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie in die altehrwürdig-feierliche Kulisse der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz eingeladen würden, um dort u.a. von Kultusminister Siegfried Schneider und Dr. Ingrid Hamm, der Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, gelobt und bewundert zu werden? Wenn Sie dann von der Präsidentin der Hochschule München Prof. Dr. Marion Schick vor auserwähltem Publikum eine Urkunde verliehen bekämen, die Ihnen schriftlich bestätigt, dass Sie ein außergewöhnliches Talent sind? Wenn Sie wüssten, dass Ihr Fleiß und Ihre Mühen durch ein Stipendium belohnt würden, das bayernweit jährlich nur an 50 junge Menschen verliehen wird?
Nun, wenn Sie ein gutes Vorstellungsvermögen haben, können Sie also vielleicht erahnen, wie es unserer Schülerin Gül Nohutcu ging, als sie am 24.10.2007 für einen Tag den Unterricht versäumen durfte (was in ihrem Fall keine großen Leistungseinbruch bedeuten dürfte), um in die Landeshauptstadt zu reisen und all das oben Geschilderte zu erleben.
Gül in der Allerheiligen-Hofkirche auf die Leinwand projiziert
Die Stiftung Bildungspakt Bayern (http://www.bildungspakt-bayern.de) hatte sie zusammen mit 49 anderen SchülerInnen aus weit über 300 Bewerbern ausgewählt. Diese Form der Förderung ist speziell aufstrebenden jungen Menschen mit Migrationshintergrund gewidmet, deren Biographien zeigen, dass Wille, Mut und Ehrgeiz das vermeintlich Unmögliche möglich machen können, nämlich die gelungene Intergration und eine Zukunft in einem Land, das nicht die Heimat ist.
links: Kultusminister Siegfried Schneider begrüßt und lobt die Stipendiaten
Für mich als Lehrkraft war es ein unvergessliches Erlebnis und ich danke dem Bildungspakt Bayern sowie der Leitung des Schiller-Gymnasiums, dass ich dabei sein und erleben durfte, als unsere Gül in diesen elitären Kreis aufgenommen wurde.
Wir wünschen unserer Stipendiatin, die für Ihre Zeit nach dem Schiller-Gymnasium ein Medizinstudium anstrebt, alles erdenklich Gute und können ihr im Grunde nur einen einzigen Ratschlag geben: Mach weiter so, Gül!
Silvia Engl, StRin